Kinder & Sport
Kinder haben von Natur aus einen starken Bewegungsdrang. Sie rennen, klettern, springen. Es macht ihnen einfach Spaß. Doch in einer Welt voller Displays und massiver digitaler Angebote, fällt es vielen sehr schwer, regelmäßig Sport zu treiben und aktiv zu bleiben. Dabei ist Bewegung einfach nicht wegzudenken für die körperliche, geistige und soziale Entwicklung.
Dieser Artikel soll zeigen, wie Eltern und Betreuungspersonen Kinder zum Sport animieren können, welche Sportarten besonders geeignet sind und warum Motivation wichtiger ist als Leistung.
Warum Bewegung so wichtig für Kinder ist
Regelmäßige Bewegung fördert nicht nur Muskelwachstum und Fitness, sondern auch Gehirnkonzentration, Selbstvertrauen und Teamspirit.
Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2023) bewegen sich jedoch nur etwa 25 % der Kinder und Jugendlichen in Europa ausreichend. –> Weltgesundheitsorganisation (WHO)
Bewegungsmangel kann zu Übergewicht, Haltungsschäden oder vermehrtem Stress führen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass körperlich aktive Kinder seltener psychische Probleme entwickeln und besser sozial integriert sind.
Ziel sollte nicht sein, Spitzensportler hervorzubringen, sondern die Freude an der Bewegung zu wecken – ganz ohne Druck.
„Kinder brauchen keine Perfektion oder perfekten Eltern. Sie brauchen einfach Begeisterung.“ – Familientherapeut
Welche Sportarten eignen sich denn für Kinder?
Die richtige Sportart hängt vom Alter, den Interessen und dem Temperament Ihres Kindes ab. Wichtig ist, dass die Aktivitäten Spaß machen und nicht als lästige Pflicht empfunden werden.
Beispiele für beliebte Sportarten für Kinder:
Am besten für jüngere Kinder zwischen 3 und 6 ist es zu schwimmen, turnen und zu tanzen.
Schwimmen stärkt Herz und Lunge und vermittelt ein Gefühl der Sicherheit im Wasser.
Turnen fördert Körperkoordination und Gleichgewicht.
Tanzen verbessert Rhythmusgefühl und Körperwahrnehmung. Am besten für Schulkinder, die zwischen 7 und 12 Jahre alt sind
Fußball ist ideal für Teamwork und Ausdauer.
Judo oder Karat kann Konzentration und Respekt fördern
Leichtathletik fördert Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer. Jodch nur für Jugendliche ab 13 Jahren, da die Sportart sehr auf die Gelenke gehen kann.
Volleyball oder Basketball verbessert Reaktionsvermögen und Kommunikationsfähigkeit.
Kletternkann den Aufbau von Muskeln und Mut stärken.
Laufen hilft, Stress abzubauen und Ziele zu setzen. Besonders in den Klausurenphasen.
Wichtig ist, dass Kinder Dinge ausprobieren dürfen. Manche entdecken ihre Leidenschaft im Verein, andere beim freien Spielen im Park. Bewegung sollte Ausdruck von Freude sein, keine Pflicht.
Wie man Kinder zum Sport motiviert: Motivation entsteht durch Begeisterung, nicht durch Druck. Eltern spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie sind Vorbilder. Wer selbst aktiv ist, vermittelt automatisch den Wert von Bewegung.
Fünf Wege, Kinder fürs restliche Leben nachhaltig zu motivieren:
Spaß statt Leistung kann den Kindern helfen, da sie spielen, nicht konkurrieren. Vergleiche mit anderen sollte man vermeiden.
Lob statt Kritik ist auch sehr wichtig, da Anerkennung für Anstrengung motivierender ist, als die Konzentration auf Fehler. Gemeinsam aktiv sein und gemeinsame Bewegung stärkt den Zusammenhalt, was egal ist egal ob beim Radfahren, Wandern oder Ballspielen. Eine Routine ist so wichtig feste Zeiten für Bewegung und Sport in den Alltag zu integrieren.
Geben Sie den Kindern Freiheit Kinder sollten selbst entscheiden dürfen, welche Sportart ihnen Spaß macht.
Eine Studie des Deutschen Jugendinstituts (DJI, 2022) hat ergeben, dass Kinder, die ihre Sportart selbst wählen dürfen, doppelt so lange bleiben wie Kinder, deren Eltern sie auswählen.
Die Rolle von Schulen und Vereinen
Schulen und Sportvereine sind wichtige Orte, um Kinder an Bewegung heranzuführen. Die Angebote sind jedoch sehr unterschiedlich. An manchen Schulen ist regelmäßiger Sportunterricht mittlerweile Pflicht, während an anderen besondere Talente gefördert werden.
Eltern sollten sich über die Angebote in ihrer Umgebung informieren – oft werden Schnupperkurse oder Probewochen angeboten. Diese helfen, Hemmungen abzubauen und Interessen zu entdecken.
Sportvereine bieten mehr als nur Training. Sie fördern soziale Kompetenzen, Kameradschaft und ein Zugehörigkeitsgefühl. Insbesondere Kinder, die im Schulalltag Schwierigkeiten haben, sammeln dort oft neue Erfolgserlebnisse.
Wenn Kinder keinen Sport mögen
Nicht jedes Kind ist von Natur aus sportbegeistert – und das ist völlig in Ordnung. Wichtig ist, den Druck zu nehmen.
Kinder zum Training zu zwingen, kann den gegenteiligen Effekt haben verliert definitiv das Interesse.
Hier hilft es, Bewegung anders zu betrachten:
Spaziergänge, gemeinsame Radtouren oder Spielen im Garten zählen als organisierte Sportarten. Am wichtigsten ist, dass sich das Kind regelmäßig bewegt.
Oft steigert dies auch indirekt die Motivation – durch Geschichten über Sportler, Spiele mit Action-Elementen oder gemeinsame Familienaktivitäten.
Bewegung soll Spaß machen und sie soll keine harte Arbeit sein.
Medien und digitale Motivation nutzen.
Digitale Medien können Bewegung unterstützen, anstatt sie zu ersetzen.
Abschließend lässt sich sagen, dass es wohl immer am besten ist die Sportart der Kinder von den Kindern selbst wählen zu lassen.

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